Street-Fotos
Du sitzt an einem winzigen Tisch vor einer italienischen Bar. Es riecht nach Urlaub und dunkler Röstung. Im Hintergrund klopft der Siebträger. Eine Piaggio donnert. Ein herzliches „Ciao, come stai?“ fliegt über die Straße.
Vor dir ein Espresso Doppio. Ein einsamer Brotkrumen auf dem Tisch. Plötzlich landet ein Vogel auf der Kante, fixiert die Beute und setzt sich drauf.
In diesem Bruchteil einer Sekunde ist das Bild in meinem Kopf schon fertig. Da zählt keine schwere Ausrüstung. Da zählt nur die Reaktion und das Smartphone, das mein bester Partner geworden ist.
Mein Kern: Wer nicht hinschauen kann, dem nützt die ganze Technik nichts. Man muss die Szene lesen, bevor sie verflogen ist. Seit meinem Unfall ist vieles schwerer geworden, aber mein Blick ist heute präziser denn je.
Handwerk ohne Filter
„Out of Camera“: Keine Retusche, kein Filter-Wahn. Nur die ungeschönte Wahrheit.
Das Auge führt: Goldener Schnitt, Spiegelungen, Licht und Schatten – die Regeln bleiben gleich, egal ob DSLR oder Handy.
Charakter-Kopf: Ich suche die Urgesteine der Stadt. Gesichter, die Geschichten erzählen.
Und für die Technik-Nerds: Man braucht kein iPhone. Es ist das Auge, das zählt, nicht das Logo.




